Hoch hinaus: Böttcher AG investiert in moderne Logistikhalle am Jenaer Standort

Richtfest bei der Böttcher AG: Um der hohen Nachfrage weiterhin nachkommen zu können, muss die Fläche des bestehenden Logistikzentrums von 16.000 auf 90.000 Quadratmeter erweitert werden.

 

Die Büromarkt Böttcher AG hat in den letzten Jahren stetiges Wachstum verzeichnet. Damit der Jenaer Online-Händler das steigende Paketaufkommen weiterhin bewältigen kann, investiert das Unternehmen in Jena gegenwärtig rund 85 Mio. Euro in eine mehrgeschossige Logistikhalle mit Bürokomplex. Begleitet wird der Neubau vom Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE mit Hauptsitz in Stuttgart.

In Jena ist Logistikfläche schon lange ein knappes Gut: Der anhaltend starken Nachfrage nach Neubauten stehen knappe Flächen und hohe Bodenpreise gegenüber. Um die vorhandene Fläche optimal auszunutzen, wird die neue Logistikhalle bei Böttcher vier Stockwerke in die Höhe wachsen. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit: statt die Waren auf mehrere flächenintensiven Bauten in der weiteren Umgebung zu verteilen, bleiben die Transportgüter in einem zentralen Lager.

Automatisierte Hochregale sorgen für maximale Effizienz

Was zunächst einfach klingt, ist in Wahrheit ein komplexer Planungsprozess. „Die Betriebskosten einer Logistikimmobilie setzen sich hauptsächlich durch Warenkommissionierung und Laufwege des Personals zusammen. Verteilen sich die Waren über mehrere Etagen, sind neue Gebäudekonzepte für einen wirtschaftlichen Betrieb gefragt“, erklärt Janine Zimmermann, Head of Logistics bei Drees & Sommer. „Hier werden vor allem Automatisierungslösungen immer wichtiger, um Prozesse zu verschlanken.“ So auch bei Böttcher: Um die Zielmarke von bis zu 100.000 Paketen pro Tag zu erreichen, wird ein automatisiertes Hochregallager wichtig. Auch zwischen den Regalen bewegen sich künftig fahrerlose, computergesteuerte Regalbediengeräte, um die Waren von A nach B zu transportieren. Um einen maximalen Warendurchlauf zu erreichen – und das Hochregallager optimal auszulasten – übernimmt eine spezielle Software die Koordination. Das bringt nicht nur Zeitersparnis, sondern trägt auch zur Entlastung der Mitarbeitenden bei. Schwere Pakete müssen künftig nicht mehr von Hand angehoben und einsortiert werden. Diese Aufgabe übernehmen die automatisierten Helfer.

Mitarbeiter im Mittelpunkt

Nicht nur im Logistiklager, auch im neuen Verwaltungsgebäude stehen die rund 600 Mitarbeiter im Zentrum der Gebäudeplanung. Die immer komplexeren Aufgabenstrukturen entscheiden dabei über die genaue Ausgestaltung des Arbeitsplatzes:  Wer Telefon- oder Videokonferenzen abhält, benötigt eine andere Umgebung als jemand, der gerade konzentriert arbeiten möchte. Ein ganzheitliches Workplace Consulting ermittelt dafür die passende Mischung an Basisflächen, Kommunikations-, Konzentrations- und Infrastrukturflächen. Darüber hinaus bietet der Neubau auch Erholungsräume, Restaurants und Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Elektroautos. "Die Mitarbeiter spielen bei der Gestaltung des Neubaus eine wichtige Rolle und können ihre Meinungen und Vorschläge aktiv einbringen", sagt Geschäftsführer Udo Böttcher. "Neben einem modernen Arbeitsplatz bieten wir der Belegschaft somit eine Vielzahl an Benefits wie eine große Dachterrasse, Fitnessstudio, Massagen, Ruheraum, Friseur oder auch eine Kantine & Cafeteria." Die Fertigstellung der Logistikhalle und des Bürokomplexes ist für Mitte 2021 geplant. Die vollständige Inbetriebnahme beginnt nach einer Einlaufphase der Logistik Mitte 2022.

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